Prüfungsfragen zum zertifizierten Verwalter (IHK): 25 Übungsfragen, ausführlich erklärt
Dies sind die 25 Fragen aus dem Trainer auf der Startseite, hier vollständig
aufgeschrieben: mit der richtigen Antwort, der Begründung, der Fundstelle in Gesetz oder Norm, soweit vorhanden –
und, was der Trainer auf dem Handy nicht leisten kann, mit einer Erklärung zu jeder
falschen Antwort. Denn wer weiß, warum C falsch ist, muss beim nächsten Mal nicht mehr
raten. Die Fragen zielen auf die Verwalterprüfung für zertifizierte Verwalter nach § 26a WEG.
Die Fragen sind im Format der IHK-Sachkundeprüfung nach § 26a WEG gestellt: teils
Einfachauswahl, teils Mehrfachauswahl mit genau zwei richtigen Antworten.
25 Fragen kostenlos
4 Sachgebiete
41 Punkte
Rechtsstand 2026
Lieber üben als lesen? Auf der Startseite laufen dieselben Fragen als Trainer mit
sofortiger Auflösung – und eine Kurzfassung der Prüfungssimulation im Format der IHK-Prüfung, mit
Timer und Auswertung je Sachgebiet.
Die Lösungen sind verdeckt. Tippe eine Antwort an; die Begründung
erscheint auf Wunsch.
Grundlagen der Immobilienwirtschaft
3 Fragen · 4 Punkte
In der Prüfung sind es 5 Fragen und 8 Punkte. Der Stoff gilt als leicht – Punkte kostet hier meist die Unaufmerksamkeit, etwa wenn nach der unzutreffenden Aussage gefragt wird.
Frage 1Einfachauswahl · Ziffer 1.3 · 1 Punkt
Was fördert die biologische Vielfalt im Umfeld einer Wohnanlage?
Naturnah gestaltete Grünflächen und insektenfreundliche Bepflanzung.Richtig
Blühflächen, heimische Sträucher und ungemähte Randstreifen liefern Nahrung und Lebensraum. Schon wenige Quadratmeter im Innenhof wirken – und in der Pflege kosten sie weniger als eine kurz geschorene Rasenfläche.
Eine vollständig mit Beton versiegelte Hoffläche im Innenhof.
Versiegelung nimmt Boden, Wasser und Wurzelraum auf einmal. Sie heizt den Hof zusätzlich auf und belastet die Entwässerung bei Starkregen.
Der großflächige Einsatz möglichst vieler Pestizide im Garten.
Pestizide treffen nicht nur den Zielorganismus, sondern auch Bestäuber und Bodenlebewesen. Die Vielfalt sinkt dadurch, statt zu steigen.
Der vollständige Rückbau sämtlicher Bäume und Sträucher.
Bäume und Sträucher sind Nistplatz, Nahrung und Schattenspender zugleich. Ihr Rückbau ist zudem vielerorts durch kommunale Baumschutzsatzungen beschränkt.
Tippe eine Antwort an – die Auflösung erscheint sofort.
Erklärung
WarumNaturnahe Flächen bieten Lebensraum und stützen das ökologische Gleichgewicht.
FaktNaturnah gestaltete Grünflächen und insektenfreundliche Bepflanzung fördern die biologische Vielfalt im Wohnumfeld.
MerkeNaturnahe, unversiegelte und pestizidfreie Flächen fördern die Vielfalt.
IrrtumVersiegelung, Pestizideinsatz oder das Entfernen von Bäumen schadet der Vielfalt.
Frage 2Einfachauswahl · Ziffer 1.1 · 1 Punkt
In welchem Maßstab werden Bauzeichnungen für die Baugenehmigung (Grundrisse, Schnitte, Ansichten) üblicherweise erstellt?
Im Maßstab 1:100Richtig
Ein Meter Wirklichkeit wird ein Zentimeter auf dem Blatt. Das Gebäude bleibt als Ganzes lesbar und ist trotzdem prüfbar – deshalb ist 1:100 der Maßstab der Genehmigungsplanung.
Im Maßstab 1:50
1:50 ist der Maßstab der Ausführungsplanung. Er zeigt mehr Detail, als die Behörde für die Genehmigung braucht.
Im Maßstab 1:10
1:10 ist ein Detailmaßstab für einzelne Anschlüsse, etwa einen Fenstereinbau. Ein ganzes Geschoss passt damit auf kein Blatt.
Im Maßstab 1:200
1:200 dient Übersichten bei großen Vorhaben. Für die Grundrisse eines Wohngebäudes ist es zu grob.
Im Maßstab 1:1000
Lagepläne werden meist im Maßstab 1:500 oder 1:1000 erstellt. Dort geht es um das Grundstück im Straßenzug, nicht um die Räume im Haus.
Tippe eine Antwort an – die Auflösung erscheint sofort.
Erklärung
WarumDer Maßstab muss das ganze Gebäude lesbar und zugleich detailliert genug abbilden.
FaktBauzeichnungen für die Genehmigungsplanung werden üblicherweise im Maßstab 1:100 erstellt.
MerkeGenehmigungszeichnungen werden im Maßstab 1:100 erstellt.
Irrtum1:50 ist der Ausführungsplan, 1:10 der Detailplan, und 1:1000 ist ein Maßstab für Lagepläne, nicht für die Genehmigungszeichnung des Gebäudes.
Fundstelle: Bauzeichnung, Maßstab (Bauvorlagen, DIN 1356)
Frage 3Mehrfachauswahl · Ziffer 1.3 · 2 Punkte
Welche zwei Aussagen zum Zusammenwirken von Umweltschutz und Wirtschaftlichkeit bei Immobilien treffen zu?
Energetische Verbesserungen können langfristig die Betriebskosten senken.Richtig
Eine gedämmte Hülle oder eine effiziente Heizung senkt den Verbrauch – und damit dauerhaft die Betriebskosten, die sonst jedes Jahr aufs Neue anfallen.
Umwelt- und Wirtschaftlichkeitsziele lassen sich häufig miteinander verbinden.Richtig
Das ist der Regelfall in der Praxis: Was Energie spart, spart Geld. Fördermittel und steigende CO₂-Preise verschieben die Rechnung zusätzlich.
Umweltschutz und Wirtschaftlichkeit schließen einander grundsätzlich aus.
Der Gegensatz entsteht meist nur, wenn allein die Anschaffungskosten betrachtet werden und nicht die Betriebskosten über die gesamte Nutzungsdauer.
Nachhaltigkeit wirkt sich auf den Immobilienwert allenfalls kurzfristig aus.
Umgekehrt: Der energetische Zustand wirkt sich langfristig auf Vermietbarkeit, Finanzierung und Verkehrswert aus – kurzfristig ist eher der Aufwand spürbar.
Umweltmaßnahmen führen stets zu einem dauerhaften Wertverlust.
Ein dauerhafter Wertverlust ist nicht die Regel. Eine schlecht geplante Einzelmaßnahme kann sich nicht rechnen, das ist aber eine Frage der Ausführung, nicht des Umweltschutzes.
Wähle zwei Antworten – danach erscheint die Auflösung.
Erklärung
WarumNachhaltiges Wirtschaften verbindet ökologische und ökonomische Vorteile.
FaktEnergetische Verbesserungen senken langfristig die Betriebskosten, Umwelt- und Wirtschaftlichkeitsziele lassen sich häufig verbinden.
MerkeUmweltschutz und Wirtschaftlichkeit gehen oft zusammen.
IrrtumSie schließen einander nicht aus, Nachhaltigkeit wirkt nicht nur kurzfristig, und Umweltmaßnahmen bedeuten keinen dauerhaften Wertverlust.
Rechtliche Grundlagen
12 Fragen · 22 Punkte
Die rechtlichen Grundlagen sind das größte Sachgebiet: Hier liegen 25 der 50 Fragen und 40 der 80 Punkte. Wer hier unter die Hälfte rutscht, besteht nicht – unabhängig vom Rest. Viele der Mehrfachauswahlfragen liegen in diesem Bereich.
Frage 4Mehrfachauswahl · Ziffer 2.1.5 · 2 Punkte
Welche zwei Aussagen zur Nutzung durch einen Mieter als Drittnutzer treffen zu?
Der Mieter darf das Sondereigentum im Rahmen des Mietvertrags nutzen.Richtig
Der Mietvertrag überträgt dem Mieter das Gebrauchsrecht, das dem Eigentümer an seiner Wohnung zusteht. § 535 BGB trifft hier auf § 13 WEG.
Der Mieter darf das gemeinschaftliche Eigentum grundsätzlich mitgebrauchen, etwa einen Fahrradkeller.Richtig
Das Mitgebrauchsrecht des Eigentümers nach § 16 Abs. 1 WEG geht im Rahmen des Mietvertrags auf den Mieter über – etwa an Treppenhaus, Hof, Waschküche und Fahrradkeller.
Der Mieter muss dafür selbst Mitglied der Gemeinschaft werden.
Mitglied der Gemeinschaft ist, wer als Eigentümer im Grundbuch steht. Der Mieter erwirbt kein Eigentum, zahlt kein Hausgeld und stimmt in der Versammlung nicht mit.
Der Mieter darf das gemeinschaftliche Eigentum nur nach gesondertem Beschluss nutzen.
Der Mitgebrauch folgt aus dem Gesetz, nicht aus einem Beschluss. Die Gemeinschaft kann den Gebrauch ordnen – etwa durch eine Hausordnung –, aber sie muss ihn nicht erst gestatten.
Der Mieter hat mit dem gemeinschaftlichen Eigentum von vornherein nichts zu tun.
Er ist Drittnutzer, nicht Außenstehender: Er nutzt das gemeinschaftliche Eigentum täglich und ist über den Mietvertrag an die Hausordnung gebunden.
Wähle zwei Antworten – danach erscheint die Auflösung.
Erklärung
WarumDer Mieter tritt in das Gebrauchsrecht des vermietenden Eigentümers ein.
RechtslageDer Mieter nutzt das Sondereigentum und darf das gemeinschaftliche Eigentum im Rahmen des dem Eigentümer zustehenden Mitgebrauchs nutzen (§ 13 WEG, § 16 Abs. 1 WEG).
MerkeDer Mieter teilt den Mitgebrauch des vermietenden Eigentümers.
IrrtumDafür braucht es keinen gesonderten Beschluss, und der Mitgebrauch ist nicht ausgeschlossen.
Welche zwei Aussagen zur Abrechnung der Heizkosten treffen zu?
Die überwiegend verbrauchsabhängige Verteilung gilt auch bei gewerblicher Wärmelieferung im Grundsatz fort.Richtig
Der Grundsatz der Heizkostenverordnung bleibt: mindestens 50 und höchstens 70 Prozent nach erfasstem Verbrauch. Wer die Wärme liefert, ändert daran nichts.
Für die gewerbliche Wärmelieferung durch einen Contractor gelten zusätzlich besondere Regeln.Richtig
Für die gewerbliche Wärmelieferung gelten zusätzliche Vorgaben – unter anderem zur Umstellung auf Contracting und zur Kostenneutralität für die Nutzer.
Bei einem Contracting entfällt die Heizkostenverordnung vollständig.
Die Verordnung gilt weiter. Sie knüpft an die zentrale Versorgung an, nicht daran, wer sie betreibt.
Die Heizkosten dürfen bei Contracting frei pauschaliert werden.
Eine freie Pauschale wäre das Gegenteil verbrauchsabhängiger Abrechnung. Wird nicht verbrauchsabhängig abgerechnet, darf der Nutzer seinen Anteil sogar kürzen.
Wähle zwei Antworten – danach erscheint die Auflösung.
Erklärung
WarumAuch bei ausgelagerter Wärmeversorgung bleibt der Verbrauchsbezug erhalten.
RechtslageDie verbrauchsabhängige Verteilung gilt fort, für die gewerbliche Wärmelieferung gelten aber zusätzliche besondere Regeln (HeizkostenV).
MerkeAuch beim Contracting wird verbrauchsabhängig abgerechnet, allerdings mit Sonderregeln.
IrrtumDie Verordnung entfällt nicht, und eine freie Pauschale ist unzulässig.
Welche zwei Formalien gehören zu einer ordnungsgemäßen Einberufung?
Die Einladung erfolgt in Textform.Richtig
Textform heißt: lesbar, auf einem dauerhaften Datenträger, mit Nennung des Absenders. Eine E-Mail genügt, ein Brief natürlich auch.
Der Gegenstand der Beschlüsse ist in der Einladung zu bezeichnen.Richtig
Nur wer weiß, worüber abgestimmt wird, kann entscheiden, ob er kommt oder eine Vollmacht erteilt. Ein Beschluss zu einem nicht angekündigten Gegenstand ist anfechtbar.
Die Einladung bedarf einer eigenhändigen Unterschrift des Verwalters.
Eine eigenhändige Unterschrift verlangt die Schriftform – die Textform gerade nicht. Sonst wäre gar keine Einladung per E-Mail möglich.
Die Einladung muss allen Eigentümern spätestens am Vortag der Versammlung zugehen.
Die Ladungsfrist beträgt im Regelfall drei Wochen. Ein Zugang erst am Vortag wäre viel zu kurz.
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Erklärung
WarumTextform und angekündigte Tagesordnung schützen die Abwesenden.
RechtslageDie Einladung erfolgt in Textform, und der Beschlussgegenstand muss bezeichnet sein (§ 24 WEG, § 23 Abs. 2 WEG). Eine E-Mail genügt, eine Unterschrift ist nicht nötig.
MerkeDie Einladung braucht die Textform und muss die Beschlussgegenstände ankündigen.
IrrtumEine eigenhändige Unterschrift ist nicht erforderlich, und ein Zugang erst am Vortag reicht nicht aus.
Welche zwei Aussagen zur Befugnis für Rechtsdienstleistungen treffen zu?
Zur umfassenden und unbeschränkten Rechtsberatung sind allein Rechtsanwälte befugtRichtig
Das ist der Kern des Rechtsdienstleistungsgesetzes: Die unbeschränkte Beratung ist den dafür ausgebildeten und haftpflichtversicherten Anwälten vorbehalten.
Andere Berufe wie der Verwalter dürfen Rechtsdienstleistungen nur als erlaubte Nebenleistung erbringenRichtig
Erlaubt ist, was zur eigentlichen Tätigkeit gehört – etwa die Durchsetzung von Hausgeld oder Fragen der Hausordnung. Was darüber hinausgeht, gehört zum Anwalt.
Jeder zertifizierte Verwalter ist zur umfassenden Rechtsberatung seiner Kunden befugt
Die Zertifizierung nach § 26a WEG weist Sachkunde nach. Eine Befugnis zur Rechtsberatung folgt daraus nicht.
Eine Gewerbeerlaubnis nach § 34c der Gewerbeordnung umfasst auch die umfassende Rechtsberatung
§ 34c der Gewerbeordnung regelt die gewerberechtliche Erlaubnis für die Tätigkeit als solche. Mit dem Rechtsdienstleistungsrecht hat er nichts zu tun.
Ein Immobilienkaufmann ist kraft seiner Ausbildung zur umfassenden Rechtsberatung befugt
Auch eine kaufmännische Ausbildung schafft keine Befugnis zur Rechtsberatung. Maßgeblich ist allein das Rechtsdienstleistungsgesetz.
Wähle zwei Antworten – danach erscheint die Auflösung.
Erklärung
WarumFehlerhafte Rechtsberatung kann großen Schaden anrichten, deshalb ist die umfassende Rechtsberatung den dafür ausgebildeten Anwälten vorbehalten.
RechtslageZur umfassenden und unbeschränkten Rechtsberatung sind allein Rechtsanwälte befugt. Andere, auch der Verwalter, dürfen Rechtsdienstleistungen nur als erlaubte Nebenleistung zu ihrer Haupttätigkeit erbringen (§ 5 RDG).
MerkeUmfassend beraten dürfen nur Anwälte, der Verwalter nur als Nebenleistung.
IrrtumWeder die Zertifizierung noch eine Erlaubnis nach § 34c der Gewerbeordnung berechtigt zur umfassenden Rechtsberatung.
Welche zwei Aussagen zur Weiterbildungspflicht nach § 34c Abs. 2a der Gewerbeordnung (GewO) treffen zu?
Die Pflicht gilt auch für die im Betrieb mit der Verwaltung befassten AufsichtspersonenRichtig
Die Pflicht trifft den Gewerbetreibenden und die unmittelbar mit der Tätigkeit befassten Beschäftigten – einschließlich der Personen, die diese beaufsichtigen.
Die absolvierte Weiterbildung ist auf Verlangen der Behörde nachzuweisenRichtig
Nachweise sind aufzubewahren und der zuständigen Behörde auf Verlangen vorzulegen. Die Makler- und Bauträgerverordnung verlangt seit der Verkürzung 2026 eine Aufbewahrung von drei Jahren.
Sie muss mindestens zur Hälfte in Präsenzform absolviert werden
Eine Präsenzquote gibt es nicht. Begleitetes Selbststudium ist ausdrücklich zugelassen, wenn der Lernerfolg kontrolliert wird; E-Learning ist eine Form davon.
Sie ist nur einmalig vor dem Start der Tätigkeit nötig
Es sind 20 Zeitstunden in jedem Dreijahreszeitraum – eine wiederkehrende Pflicht, keine einmalige Schulung zu Beginn.
Sie gilt ausschließlich für angestellte Sachbearbeiter
Sie gilt gerade nicht nur für Angestellte, sondern zuerst für den Gewerbetreibenden selbst.
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Erklärung
WarumDie Fortbildungspflicht soll die fachliche Qualität dauerhaft und überprüfbar sichern.
RechtslageDie Weiterbildungspflicht erfasst auch die verantwortlichen Aufsichtspersonen des Betriebs, und die Weiterbildung ist auf Verlangen der Behörde nachzuweisen.
MerkeAuch die Leitungsebene bildet sich fort, und der Nachweis erfolgt auf Anforderung.
IrrtumEine Präsenzquote gibt es nicht, mit einer einmaligen Schulung ist die Pflicht nicht erledigt, und sie gilt nicht nur für Angestellte.
Welche zwei Aussagen zu den zeitlichen Grenzen der Verwalterbestellung treffen zu?
Eine erneute Bestellung ist frühestens ein Jahr vor Ablauf der Bestellungszeit zulässig.Richtig
So bleibt die Entscheidung nah am Ablauf: Die Gemeinschaft wählt auf Grundlage der aktuellen Zusammenarbeit, nicht Jahre im Voraus.
Die Bestellung gilt im Regelfall für höchstens fünf Jahre.Richtig
Höchstens fünf Jahre sind der Regelfall. Bei der ersten Bestellung nach Begründung der Gemeinschaft sind es höchstens drei Jahre.
Eine erneute Bestellung ist jederzeit während der laufenden Bestellungszeit zulässig.
Eine Wiederbestellung gleich zu Beginn der Amtszeit würde die Gemeinschaft für bis zu zehn Jahre binden. Genau das soll die Jahresfrist verhindern.
Die Bestellung darf im Regelfall bis zu zehn Jahre betragen.
Zehn Jahre sieht das Gesetz nicht vor. Die Höchstdauer der Regelbestellung beträgt fünf Jahre.
Die Bestellungszeit verlängert sich ohne neuen Beschluss automatisch um weitere fünf Jahre.
Eine automatische Verlängerung gibt es nicht. Läuft die Bestellung aus und wird nicht neu beschlossen, ist die Gemeinschaft ohne Verwalter.
Wähle zwei Antworten – danach erscheint die Auflösung.
Erklärung
WarumZeitliche Grenzen sichern der Gemeinschaft regelmäßig die freie Wahl und verhindern eine zu lange Vorausbindung.
RechtslageDie Bestellung gilt im Regelfall für höchstens fünf Jahre, eine erneute Bestellung ist frühestens ein Jahr vor Ablauf der Bestellungszeit zulässig (§ 26 Abs. 2 WEG).
MerkeEine Bestellung gilt höchstens fünf Jahre; eine Wiederbestellung ist frühestens ein Jahr vor Ablauf möglich.
IrrtumEine erneute Bestellung ist nicht jederzeit möglich, und zehn Jahre sind unzulässig.
Welche zwei Aussagen zur Übergangsregelung für die virtuelle Versammlung treffen zu?
Bis einschließlich 2028 muss jährlich mindestens eine Präsenzversammlung stattfinden, eine Hybridversammlung genügt.Richtig
Bis einschließlich 2028 muss es jedes Jahr eine Versammlung geben, an der man auch vor Ort teilnehmen kann. Eine Hybridversammlung erfüllt das.
Auf die begleitende Präsenzversammlung können die Eigentümer nur einstimmig verzichten.Richtig
Verzichten können die Eigentümer darauf nur einstimmig – eine Mehrheit reicht nicht. So kann niemand überstimmt und von der Teilnahme vor Ort ausgeschlossen werden.
Schon jetzt darf dauerhaft ohne jede Präsenzversammlung getagt werden.
Erst ab 2029 ist der dauerhafte Verzicht auf die Präsenzversammlung möglich – auf Grundlage des Beschlusses nach § 23 Abs. 1a WEG.
Die virtuelle Versammlung ist erst ab 2035 zulässig.
Die rein virtuelle Versammlung ist seit Oktober 2024 zulässig, mit der genannten Übergangsregel. 2035 ist keine Frist des Wohnungseigentumsgesetzes.
Wähle zwei Antworten – danach erscheint die Auflösung.
Erklärung
WarumIn der Übergangszeit soll niemand faktisch von einer Präsenzteilnahme abgeschnitten werden.
RechtslageAuch bei beschlossener rein virtueller Versammlung muss bis einschließlich 2028 jährlich mindestens eine Präsenz- oder Hybridversammlung stattfinden, es sei denn, die Eigentümer verzichten darauf durch einstimmigen Beschluss (§ 48 Abs. 6 WEG). Erst ab 2029 ist die durchgehend virtuelle Praxis zulässig.
MerkeBis einschließlich 2028 muss jährlich eine Präsenz- oder Hybridversammlung stattfinden; darauf verzichten können die Eigentümer nur einstimmig.
IrrtumEin sofortiger dauerhafter Verzicht ist ebenso falsch wie ein Beginn erst 2035.
Unter welchen Voraussetzungen kann der Verwalter abberufen werden?
Jederzeit und ohne wichtigen Grund durch Beschluss der Eigentümer.Richtig
Seit der Reform 2020 genügt der einfache Mehrheitsbeschluss, jederzeit und ohne Begründung. Der Verwaltervertrag endet dann spätestens sechs Monate nach der Abberufung.
Nur beim Vorliegen eines wichtigen Grundes in der Person des Verwalters.
Der wichtige Grund war die alte Rechtslage. Seit 2020 ist er keine Voraussetzung mehr.
Nur mit Zustimmung des Verwalters selbst.
Der Verwalter ist das ausführende Organ der Gemeinschaft. Über seine Bestellung und Abberufung entscheidet sie, nicht er selbst.
Nur nach Ablauf der Bestellungszeit.
Das wäre das Gegenteil des Zwecks: Die Gemeinschaft soll sich gerade während der laufenden Bestellungszeit trennen können.
Nur mit einer Dreiviertelmehrheit der Wohnungseigentümer.
Es genügt die einfache Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Eine qualifizierte Mehrheit verlangt das Gesetz hier nicht.
Tippe eine Antwort an – die Auflösung erscheint sofort.
Erklärung
WarumDie Gemeinschaft soll sich jederzeit von ihrem ausführenden Organ trennen können.
RechtslageDer Verwalter kann jederzeit und ohne wichtigen Grund durch Beschluss abberufen werden (§ 26 Abs. 3 WEG).
MerkeDer Verwalter kann jederzeit abberufen werden; ein wichtiger Grund ist nicht nötig.
IrrtumWeder ein wichtiger Grund noch die Zustimmung des Verwalters noch der Ablauf der Bestellungszeit ist Voraussetzung.
Wer ist bei einer Wohnungseigentumsanlage für die Einhaltung der Pflichten aus der Trinkwasserverordnung (TrinkwV) verantwortlich?
Jeder einzelne Wohnungseigentümer für seinen eigenen Wasseranschluss
Die Trinkwasserinstallation im Gebäude gehört zum gemeinschaftlichen Eigentum. Ein einzelner Eigentümer könnte sie weder überwachen noch beproben lassen.
Die Gemeinschaft der Wohnungseigentümer als Betreiberin, für die die Verwaltung die Pflichten erfülltRichtig
Betreiberin der Anlage ist die Gemeinschaft; die Verwaltung erfüllt die Pflichten für sie – Legionellenprüfung, Anzeigen an das Gesundheitsamt, Fristen.
Das örtliche Wasserversorgungsunternehmen bis zur letzten Zapfstelle in der Wohnung
Das Wasserversorgungsunternehmen ist bis zur Übergabestelle verantwortlich, also bis zum Hausanschluss. Danach beginnt die Verantwortung des Gebäudebetreibers.
Allein das Gesundheitsamt
Das Gesundheitsamt überwacht und ordnet an, es betreibt die Anlage aber nicht. Die Pflichten bleiben beim Betreiber.
Tippe eine Antwort an – die Auflösung erscheint sofort.
Erklärung
WarumDie Trinkwasserinstallation im Gebäude gehört zum gemeinschaftlichen Eigentum, deshalb trifft die Betreiberpflicht die Gemeinschaft.
RechtslageBetreiberin der zentralen Wasserversorgungsanlage ist die Gemeinschaft der Wohnungseigentümer (GdWE), für die die Verwaltung die Pflichten der Trinkwasserverordnung erfüllt (§§ 9a Abs. 2, 18 Abs. 1 WEG).
MerkeDie Pflichten der Trinkwasserverordnung liegen bei der Gemeinschaft und werden durch die Verwaltung umgesetzt.
IrrtumDas Wasserversorgungsunternehmen ist nur bis zur Übergabestelle verantwortlich, nicht für die Hausinstallation.
Welche zwei Ziele verfolgt die Trinkwasserverordnung (TrinkwV) in erster Linie?
Den Schutz der menschlichen Gesundheit vor Verunreinigungen des TrinkwassersRichtig
Das ist der erklärte Zweck der Verordnung. Trinkwasser ist das am strengsten kontrollierte Lebensmittel in Deutschland.
Die Sicherung der Reinheit und Genusstauglichkeit des TrinkwassersRichtig
Rein und genusstauglich ist ihr Maßstab: frei von Krankheitserregern und von Stoffen in gesundheitsschädlichen Konzentrationen.
Die Festlegung der Wasserpreise für die Verbraucher
Preise regeln die Wasserversorger und das Kommunalabgabenrecht, nicht die Trinkwasserverordnung.
Die Regelung des Wettbewerbs zwischen den Wasserwerken
Wettbewerbsfragen gehören ins Kartell- und Energiewirtschaftsrecht. Die Verordnung ist Gesundheitsschutzrecht.
Die Vorgabe eines möglichst sparsamen Umgangs mit Trinkwasser in den Haushalten
Sparsamer Verbrauch ist ein wasserwirtschaftliches Ziel. In der Hausinstallation kann zu wenig Durchfluss sogar schaden, weil stagnierendes Wasser Legionellen begünstigt.
Wähle zwei Antworten – danach erscheint die Auflösung.
Erklärung
WarumDie Verordnung ist ein Gesundheitsschutzrecht, ihr Maßstab ist einwandfreies Wasser.
RechtslageDie Trinkwasserverordnung soll die menschliche Gesundheit vor Verunreinigungen schützen und sicherstellen, dass Trinkwasser rein und genusstauglich ist (§§ 1, 6 TrinkwV).
MerkeDie Trinkwasserverordnung schützt die Gesundheit, indem sie reines und genusstaugliches Wasser sichert.
IrrtumWasserpreise, Wettbewerbsregeln oder der sparsame Verbrauch sind nicht Gegenstand der Trinkwasserverordnung.
Welche zwei Entscheidungen darf der Verwalter nicht allein, sondern nur aufgrund eines Beschlusses treffen?
Die Vergabe einer größeren, nicht eilbedürftigen Erhaltungsmaßnahme ohne Wertgrenze.Richtig
Größere Erhaltungsmaßnahmen sind Sache der Eigentümer. Wo genau die Grenze liegt, regelt in der Praxis meist eine Wertgrenze im Verwaltervertrag.
Die Entnahme von Mitteln aus der Erhaltungsrücklage.Richtig
Die Rücklage ist zweckgebunden. Jede Entnahme braucht die Entscheidung derer, die das Geld angesammelt haben.
Die Reaktion auf einen akuten Wasserrohrbruch.
Beim Rohrbruch muss der Verwalter sofort handeln dürfen. Das ist von § 27 WEG gedeckt und zugleich seine Pflicht.
Das Einholen eines dringend fristgebundenen Angebots.
Wo eine Frist läuft, würde erst das Abwarten einer Versammlung den Schaden verursachen. Auch das gehört zur Eilbefugnis.
Wähle zwei Antworten – danach erscheint die Auflösung.
Erklärung
WarumWesentliche und nicht eilige Entscheidungen bleiben bei den Eigentümern.
RechtslageGrößere, nicht eilbedürftige Maßnahmen und die Entnahme aus der Rücklage setzen einen Beschluss voraus, während Eilmaßnahmen von der gesetzlichen Befugnis gedeckt sind (§ 27 WEG).
MerkeWesentliche Entscheidungen und Entnahmen aus der Rücklage brauchen einen Beschluss.
IrrtumIn Eilfällen wie einem Rohrbruch oder bei fristgebundenen Handlungen darf der Verwalter gerade allein handeln.
In der Prüfung sind es 9 Fragen und 14 Punkte. Gefragt ist selten das Rechnen, meist aber die saubere Trennung: Was läuft über den Wirtschaftsplan, was über die Rücklage, was braucht einen Beschluss?
Frage 16Einfachauswahl · Ziffer 3.2.2 · 1 Punkt
Worüber fassen die Eigentümer beim Wirtschaftsplan seit der Reform 2020 einen Beschluss?
Über das gesamte Zahlenwerk des Plans mit jeder einzelnen Kostenposition
Genau das wurde 2020 abgeschafft. Ein Beschluss über jede einzelne Position wäre zu weit gefasst und damit angreifbar.
Über die Höhe der zu zahlenden VorschüsseRichtig
Beschlossen wird die Zahlungspflicht: Wie viel zahlt jeder Eigentümer monatlich? Alles andere im Plan ist die Begründung dieser Zahl.
Über die endgültige Jahresabrechnung des laufenden Jahres
Über die Jahresabrechnung wird nach Ablauf des Wirtschaftsjahres gesondert beschlossen, und zwar über Nachschüsse oder die Anpassung der Vorschüsse.
Über die im Plan ausgewiesenen voraussichtlichen Einnahmen und Ausgaben
Die voraussichtlichen Einnahmen und Ausgaben stehen im Plan, aber sie sind seine Grundlage, nicht der Gegenstand des Beschlusses.
Tippe eine Antwort an – die Auflösung erscheint sofort.
Erklärung
WarumGegenstand des Beschlusses ist allein die konkrete Geldforderung, nicht die Rechengrundlage dahinter.
RechtslageBeschlossen wird nur die Höhe der Vorschüsse (§ 28 Abs. 1 WEG). Das Zahlenwerk ist Grundlage und Begründung, nicht Beschlussgegenstand.
MerkeBeim Plan wird der Vorschuss beschlossen, nicht der Plan als Ganzes.
IrrtumSeit der Reform wird nicht mehr das gesamte Zahlenwerk genehmigt, ein solcher Beschluss wäre zu weit gefasst. Auch die voraussichtlichen Einnahmen und Ausgaben sind nur Inhalt des Plans, nicht Beschlussgegenstand.
Dürfen laufende Betriebskosten aus der Erhaltungsrücklage bezahlt werden?
Ja, bei knapper Kasse jederzeit
Ein Liquiditätsengpass ist kein Erhaltungsfall. Fehlt Geld im laufenden Betrieb, ist eine Sonderumlage zu beschließen – nicht die Rücklage anzugreifen.
Nein, die Rücklage ist für die Erhaltung des gemeinschaftlichen Eigentums zweckgebundenRichtig
Die Erhaltungsrücklage wird für Instandhaltung und Instandsetzung des gemeinschaftlichen Eigentums angesammelt und bleibt dafür reserviert.
Ja, wenn der Verwalter es für sinnvoll hält
Über die Verwendung entscheidet nicht das Ermessen des Verwalters. Er führt aus, was die Gemeinschaft beschlossen hat.
Ja, Betriebs- und Erhaltungskosten sind rechtlich vollständig gleichgestellt
Die beiden Töpfe sind getrennt: Betriebskosten laufen über den Wirtschaftsplan, die Erhaltung über die Rücklage. Auch in der Jahresabrechnung sind sie getrennt auszuweisen.
Tippe eine Antwort an – die Auflösung erscheint sofort.
Erklärung
WarumDie Rücklage darf nicht für den laufenden Betrieb aufgezehrt werden.
RechtslageLaufende Betriebskosten laufen über den Wirtschaftsplan (§ 28 WEG), die Rücklage bleibt der Erhaltung vorbehalten (§ 19 Abs. 2 Nr. 4 WEG).
MerkeBetriebskosten werden über den Wirtschaftsplan bezahlt, nicht aus der Rücklage.
IrrtumBetriebs- und Erhaltungskosten sind nicht gleichgestellt.
Können die Wohnungseigentümer einen von der gesetzlichen Höhe abweichenden Verzugszinssatz festlegen?
Ja, durch einfachen Mehrheitsbeschluss in der Versammlung.
Ein Mehrheitsbeschluss reicht nicht. Es fehlt die Beschlusskompetenz, und ein solcher Beschluss wäre nichtig – nicht bloß anfechtbar.
Ja, aber nur durch eine Vereinbarung, nicht durch bloßen Beschluss.Richtig
Die Vereinbarung ist die stärkere Grundlage: Sie wirkt wie eine Änderung der Gemeinschaftsordnung und braucht die Zustimmung aller Eigentümer.
Nein, der Zinssatz ist unabänderlich.
Unabänderlich ist der gesetzliche Zinssatz nicht. Nur der Weg dorthin führt über die Vereinbarung, nicht über den Beschluss.
Ja, der Verwalter darf den Zinssatz nach Ermessen anpassen.
Der Verwalter setzt um, er setzt keine Zinssätze fest. Ein solches Ermessen gibt ihm weder das Gesetz noch der Verwaltervertrag.
Tippe eine Antwort an – die Auflösung erscheint sofort.
Erklärung
WarumEin abweichender Zinssatz berührt das Rechtsverhältnis der Eigentümer und braucht daher die stärkere Grundlage.
RechtslageEine von der gesetzlichen Höhe abweichende Zinsregelung können die Eigentümer nur durch Vereinbarung treffen, nicht durch bloßen Beschluss (§ 288 BGB).
MerkeEinen anderen Zinssatz gibt es nur per Vereinbarung.
IrrtumEin Mehrheitsbeschluss oder eine Verwalteranordnung genügt nicht.
Worin liegt ein Vorteil des gerichtlichen Mahnverfahrens gegenüber einer sofortigen Hausgeldklage?
Bei einer voraussichtlich unbestrittenen Forderung ist es schneller und kostengünstiger.Richtig
Das Verfahren läuft ohne mündliche Verhandlung, ist formularmäßig und kostet zunächst nur eine halbe Gerichtsgebühr. Bei klaren Hausgeldrückständen ist es der kürzere Weg.
Es führt auch bei bestrittener Forderung sofort zur Zwangsvollstreckung.
Legt der Schuldner Widerspruch ein, geht die Sache ins streitige Verfahren über. Dann ist nichts gewonnen außer Zeitverlust.
Es macht einen Vollstreckungstitel entbehrlich.
Im Gegenteil: Es führt zum Titel. Der Vollstreckungsbescheid ist die Grundlage, aus der vollstreckt wird.
Es hemmt die Verjährung im Gegensatz zur Klage nicht.
Auch der Mahnbescheid hemmt die Verjährung, sobald er zugestellt ist. Das ist einer seiner Vorteile, kein Nachteil.
Tippe eine Antwort an – die Auflösung erscheint sofort.
Erklärung
WarumFür klare, unbestrittene Rückstände genügt ein schlankes Verfahren.
RechtslageBei einer voraussichtlich unbestrittenen Forderung ist das Mahnverfahren schneller und kostengünstiger als die Klage und hemmt ebenfalls die Verjährung (§ 688 der Zivilprozessordnung, § 204 BGB).
MerkeDas Mahnverfahren lohnt sich bei unbestrittenen Forderungen.
IrrtumEs ersetzt keinen Titel und wirkt bei Widerspruch nicht sofort vollstreckbar.
In der Prüfung sind es 11 Fragen und 18 Punkte. Wer aus der kaufmännischen Verwaltung kommt, unterschätzt diesen Bereich gern – dabei genügt meist das Verständnis des Prinzips, nicht das Detailwissen eines Ingenieurs.
Frage 20Einfachauswahl · Ziffer 4.3 · 1 Punkt
Mit welcher Maßnahme wird vor allem der Trittschall zwischen übereinanderliegenden Wohnungen gemindert?
Mit einer hochwertigen Dreifachverglasung der Wohnungsfenster.
Dreifachverglasung wirkt gegen Luftschall von außen, also gegen Straßenlärm. Der Trittschall kommt aber von oben, durch die Decke.
Mit einer Trittschalldämmung unter dem Estrich, also einem schwimmenden Estrich.Richtig
Beim schwimmenden Estrich liegt die Estrichplatte auf einer Dämmschicht und berührt weder Rohdecke noch Wände. Der Körperschall wird an der Quelle entkoppelt.
Mit einem schweren Steinbelag, der ohne Zwischenschicht auf der Rohdecke liegt.
Ein schwerer Belag direkt auf der Rohdecke überträgt den Schall sogar besonders gut. Entscheidend ist die Trennschicht, nicht das Gewicht.
Mit einer schalldämmenden Beschichtung der Wände im darunterliegenden Raum.
Eine Beschichtung im Raum darunter kommt zu spät: Der Schall steckt dann schon im Bauteil. Trittschall dämmt man oben, nicht unten.
Tippe eine Antwort an – die Auflösung erscheint sofort.
Erklärung
WarumTrittschall entsteht durch Körperschall in der Decke und muss an der Quelle gedämmt werden.
FaktDer Trittschall wird vor allem durch eine Trittschalldämmung unter dem Estrich gemindert, etwa in Form eines schwimmenden Estrichs.
MerkeTrittschall dämmt man im Fußbodenaufbau.
IrrtumWeder eine Dreifachverglasung noch ein schwerer Belag direkt auf der Rohdecke noch eine Wandbeschichtung im Raum darunter mindert den Trittschall wirksam.
Fundstelle: DIN 4109
Frage 21Mehrfachauswahl · Ziffer 4.5 · 2 Punkte
Welche zwei technischen Anlagen gehören typischerweise mit ihren wiederkehrenden Prüf- und Wartungsterminen in den Erhaltungsplan?
Die Aufzugsanlage.Richtig
Der Aufzug unterliegt wiederkehrenden Prüfungen durch eine zugelassene Überwachungsstelle. Solche Termine gehören in den Plan.
Die Heizungsanlage.Richtig
Die Heizung ist gemeinschaftliches Eigentum – mit Wartung, Schornsteinfeger und je nach Anlage weiteren Prüfpflichten. Sie gehört deshalb ganz klassisch in den Plan.
Die private Waschmaschine in einer einzelnen Wohnung.
Eine private Waschmaschine gehört dem einzelnen Eigentümer. Die Gemeinschaft hat damit nichts zu tun.
Die Gastherme im Sondereigentum einer einzelnen Wohnung.
Eine Gastherme im Sondereigentum wartet der jeweilige Eigentümer selbst. Anders liegt es nur, wenn die Gemeinschaftsordnung sie dem gemeinschaftlichen Eigentum zuordnet.
Die Einbauküche einer einzelnen Wohnung.
Die Einbauküche ist Eigentum des Wohnungseigentümers und keine technische Anlage der Gemeinschaft.
Wähle zwei Antworten – danach erscheint die Auflösung.
Erklärung
WarumDer Plan bündelt die wiederkehrenden Pflichten an gemeinschaftlichen Anlagen.
FaktIn den Erhaltungsplan gehören gemeinschaftliche technische Anlagen wie Aufzug und Heizung mit ihren Prüf- und Wartungsterminen.
MerkeGemeinschaftliche Anlagen gehören mit ihren Terminen in den Erhaltungsplan.
IrrtumPrivate Geräte und Anlagen im Sondereigentum wie Waschmaschine, Gastherme oder Einbauküche gehören nicht dazu.
Frage 22Mehrfachauswahl · Ziffer 4.5 · 2 Punkte
Mit welchen zwei Methoden wird die Bestandsanalyse eines Gebäudes typischerweise durchgeführt?
Durch eine Begehung und Sichtprüfung der Bauteile vor Ort.Richtig
Nichts ersetzt den Blick auf das Bauteil. Risse, Feuchteränder, Korrosion und der Zustand von Anschlüssen zeigen sich nur vor Ort.
Durch Auswertung vorhandener Bauunterlagen und Wartungsnachweise.Richtig
Baupläne, Prüfberichte, Wartungsprotokolle und Rechnungen zeigen die Geschichte des Gebäudes – und oft, wo schon einmal repariert wurde.
Durch eine grobe Schätzung aus der Ferne ohne jede Objektbesichtigung.
Eine Schätzung aus der Ferne ist keine Analyse. Sie führt im Erhaltungsplan zu Zahlen, die niemand belegen kann.
Durch die ungeprüfte Übernahme der Angaben des Voreigentümers.
Angaben des Voreigentümers sind ein Anhaltspunkt, keine Feststellung. Sie sind zu prüfen, nicht zu übernehmen.
Durch bloße Hochrechnung aus den Zahlen eines fremden Nachbargebäudes.
Zwei Gebäude desselben Baujahrs können sich völlig unterschiedlich entwickelt haben. Wartung und Nutzung entscheiden, nicht das Alter.
Wähle zwei Antworten – danach erscheint die Auflösung.
Erklärung
WarumEine belastbare Analyse stützt sich auf Beobachtung und vorhandene Unterlagen.
FaktDie Bestandsanalyse erfolgt durch Begehung und Sichtprüfung vor Ort sowie durch Auswertung vorhandener Bauunterlagen und Wartungsnachweise, bei Bedarf mit Sachverständigen.
MerkeZur Bestandsanalyse gehören die Begehung und die Auswertung der Unterlagen.
IrrtumEine Fernschätzung, die ungeprüfte Übernahme fremder Angaben oder eine Hochrechnung aus einem anderen Gebäude ersetzt die Analyse nicht.
Frage 23Mehrfachauswahl · Ziffer 4.1 · 2 Punkte
Welche zwei Aussagen zu einem Wärmedämmverbundsystem treffen zu?
Es besteht aus auf die Fassade aufgebrachten Dämmplatten mit einer Putzschicht.Richtig
Das ist der Aufbau: Dämmplatten werden geklebt und meist zusätzlich gedübelt, darauf kommen Armierungsschicht und Putz als Wetterschutz.
Es verbessert den Wärmeschutz der Außenwand.Richtig
Die Außenwand ist die größte Fläche der Gebäudehülle. Eine Dämmung senkt hier den Wärmeverlust spürbar.
Es dient allein der farblichen Gestaltung der Fassade.
Die Optik ist eine Folge, nicht der Zweck. Für die Farbe sorgt der Putz, die Wirkung liegt in der Dämmschicht darunter.
Es ist ein tragendes Bauteil, das die Statik des Gebäudes trägt.
Das System hängt an der Wand, es trägt nichts. Die Statik bleibt Sache des tragenden Mauerwerks.
Es erhöht den Wärmedurchgang der Außenwand.
Es senkt ihn – genau darum geht es. Ein niedrigerer U-Wert bedeutet weniger Wärmeverlust je Quadratmeter.
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Erklärung
WarumAn der Außenwand geht viel Wärme verloren, ein Dämmsystem verbessert die Hülle.
FaktEin Wärmedämmverbundsystem besteht aus Dämmplatten auf der Fassade mit einer Putzschicht und verbessert den Wärmeschutz der Außenwand.
MerkeDämmplatten mit Putz verbessern den Wärmeschutz der Außenwand.
IrrtumEs dient nicht bloß der Optik, trägt keine Statik und erhöht den Wärmedurchgang nicht.
Frage 24Mehrfachauswahl · Ziffer 4.1 · 2 Punkte
Welche zwei Eigenschaften sind bei einem guten Wärmedämmstoff erwünscht?
Eine möglichst niedrige Wärmeleitfähigkeit.Richtig
Die Wärmeleitfähigkeit λ ist die Kennzahl des Dämmstoffs: Je kleiner der Wert, desto besser dämmt er bei gleicher Dicke.
Ein guter Widerstand gegen Feuchtigkeit je nach Einsatzort.Richtig
Ein Dämmstoff am Sockel oder unter dem Dach muss Feuchte vertragen. Nasse Dämmung dämmt nicht mehr.
Eine möglichst hohe Wärmeleitfähigkeit.
Eine hohe Wärmeleitfähigkeit ist das Gegenteil von Dämmung. So verhalten sich Beton oder Metall.
Eine möglichst starke Wärmebrückenwirkung an den Stößen.
Wärmebrücken sind der Schwachpunkt jeder Dämmung: Dort entweicht Wärme, und an der kalten Innenoberfläche droht Schimmel.
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Erklärung
WarumDer Dämmstoff soll Wärme zurückhalten und am Einsatzort dauerhaft funktionieren.
FaktErwünscht sind eine niedrige Wärmeleitfähigkeit und ein zum Einsatzort passender Feuchteschutz.
MerkeEin guter Dämmstoff hat eine niedrige Wärmeleitfähigkeit und einen Feuchteschutz, der zum Einsatzort passt.
IrrtumEine hohe Wärmeleitfähigkeit oder eine starke Wärmebrückenwirkung ist gerade nicht erwünscht.
Frage 25Mehrfachauswahl · Ziffer 4.5 · 2 Punkte
Welche zwei Angaben gehören sinnvollerweise in die Dokumentation der durchgeführten Erhaltungsmaßnahmen?
Art und Zeitpunkt der jeweils durchgeführten Maßnahme.Richtig
Was wann gemacht wurde, ist die Grundlage jeder späteren Planung – und im Streitfall der Nachweis, dass gehandelt wurde.
Die maßgeblichen Gewährleistungsfristen der beauftragten Unternehmen.Richtig
Gewährleistungsfristen laufen ab der Abnahme. Wer sie nicht notiert, entdeckt Mängel oft erst, wenn niemand mehr dafür haftet.
Die geschätzten Kosten künftiger, noch nicht beauftragter Maßnahmen.
Geschätzte Kosten künftiger Maßnahmen gehören in den Erhaltungsplan. Die Dokumentation hält fest, was geschehen ist.
Der aktuelle Kontostand des Gemeinschaftskontos.
Der Kontostand gehört in Jahresabrechnung und Vermögensbericht, nicht in die Dokumentation einzelner Maßnahmen.
Die vollständige Mieterliste aller vermieteten Wohnungen.
Mietverhältnisse sind Sache der einzelnen Eigentümer. Für die Erhaltung des gemeinschaftlichen Eigentums spielen sie keine Rolle.
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Erklärung
WarumDie Dokumentation soll spätere Erhaltung und Gewährleistung nachvollziehbar machen.
FaktSinnvoll sind Art und Zeitpunkt der durchgeführten Maßnahme sowie die Gewährleistungsfristen der beauftragten Unternehmen.
MerkeHalte fest, was wann gemacht wurde und wie lange die Gewährleistung läuft.
IrrtumGeschätzte Kosten künftiger Maßnahmen gehören in die Planung, und Kontostand oder Mieterlisten sind für die Maßnahmendokumentation ohne Bedeutung.
Warum Üben trotzdem sicher macht
Der amtliche Fragenkatalog der IHK ist nicht öffentlich zugänglich – VerwalterFit kann und
will ihn deshalb nicht eins zu eins nachbilden. Was die über 1.000 Fragen der Vollversion
stattdessen trainieren, ist das Verständnis dahinter: die Themen, die Zusammenhänge, das
Erkennen, worauf eine Frage hinauswill – gerade weil die IHK-Prüfung manches ungewohnter
formuliert, als man es aus Übungsfragen kennt. Ich habe meine eigene IHK-Prüfung im September
2026 genau mit dieser Vorbereitung bestanden – in drei der vier Themenbereiche mit einem
Ergebnis zwischen 85 und 88,9 Prozent, im kaufmännischen Teil mit 9 von 14 Punkten (64,3 Prozent).
Mein Erfahrungsbericht beschreibt, wie das war.
Häufige Fragen zu den Prüfungsfragen
Gibt es die Prüfungsfragen als PDF?
Nein, und das ist Absicht. In einem PDF liest du Frage und Lösung direkt untereinander, das verleitet zum Auswendiglernen. Im Trainer entscheidest du dich zuerst und siehst dann die Auflösung mit Begründung. Dazu kommen die Prüfungssimulation mit 50 Fragen in 90 Minuten und das Schwächen-Training, das deine Fehler gezielt wiederholt. Die 25 Fragen auf dieser Seite kannst du natürlich ausdrucken.
Sind das die echten Fragen aus der IHK-Prüfung?
Nein. Die IHK veröffentlicht ihre Prüfungsaufgaben nicht. Die Fragen bei VerwalterFit sind eigene Übungsfragen im Format der Prüfung, also Einfachauswahl und Mehrfachauswahl mit zwei richtigen Antworten. Sie decken die vier Themenbereiche aus Anlage 1 der ZertVerwV ab, und die Gewichtung orientiert sich am Rahmenplan des DIHK.
Wer hat die Fragen und Erklärungen erstellt?
Marcus Reuber, Gründer von VerwalterFit. Er ist selbst zertifizierter Verwalter (IHK) und hat die Prüfung im September 2026 bei der IHK München bestanden. Jede Erklärung nennt die Fundstelle im Gesetz oder in der Norm und wurde am Gesetzestext geprüft.
Wie viele Prüfungsfragen gibt es in der Vollversion?
Über 1.000 Fragen aus allen vier Themenbereichen, jeweils mit Erklärung. Schon die Stufe Basis für einmalig 39 € enthält den kompletten Fragenpool, die Prüfungssimulation und alle 21 Lernmodule. Es gibt kein Abo.
Helfen die Fragen auch bei der mündlichen Prüfung?
Teilweise. Die Übungsfragen trainieren das Wissen, das auch mündlich gefragt wird. Die mündliche Prüfung ist aber ein Fachgespräch von rund 15 Minuten, in dem du frei erklären musst. Wie sie abläuft, welche Themen in fünf Prüfungen gefragt wurden und 14 Fragen mit Musterantwort stehen auf unserer Seite zur mündlichen Prüfung.
Weiterüben mit über 1.000 Fragen
Die Vollversion enthält den kompletten Fragenpool aus allen vier Sachgebieten, die
Simulation im IHK-Format über 90 Minuten, ein Training für deine Fehlerthemen und eine
Statistik, die dir zeigt, wo du stehst. Dazu kommen die 21 Lernmodule: Du wählst gezielt das Thema,
das dir noch fehlt, und lernst es mit Lektionen und interaktiven Elementen – auch zur
Prüfungsvorbereitung.
Die Fragen dienen der eigenständigen Übung und bilden die IHK-Sachkundeprüfung
nach § 26a WEG nach, ohne mit ihr identisch zu sein. VerwalterFit ist eine Selbstlern-App, kein
Ersatz für die IHK-Prüfung, und leistet keine Rechtsberatung. Rechtsstand der Fragen: 2026.
Alle Fragen und Erklärungen sind urheberrechtlich geschützt.