Zum App-Start: 20% Rabatt mit Code PROMO20 – nur bis 30.09.2026 Jetzt sichern →

Startseite › Themenbereiche

Die vier Themenbereiche – was konkret drankommt

Der Prüfungsstoff ist vollständig in der Anlage 1 zur Prüfungsverordnung aufgezählt: 38 Themen in vier Bereichen. Hier stehen sie alle – mit den Punkten, die auf jeden Bereich entfallen, und der Tiefe, in der sie geprüft werden.

38Themen in der Anlage 1
50 %der Punkte liegen im Recht
18Punkte allein auf Technik
4Bereiche, alle mit eigener Hürde

Der Prüfungsstoff steht im Gesetz – und ist abschließend

Das ist die gute Nachricht bei dieser Prüfung: Was drankommen darf, ist vollständig aufgezählt. § 1 ZertVerwV erklärt die Sachgebiete der Anlage 1 zum Prüfungsgegenstand, und diese Anlage nennt 38 Einzelthemen in vier Bereichen. Darüber hinaus darf nicht geprüft werden.

Unterschiedlich ist nur die verlangte Tiefe. § 1 Satz 2 ZertVerwV: Bei den Bereichen Recht, Kaufmännisches und Technik sind vertiefte Kenntnisse erforderlich, bei den Grundlagen der Immobilienwirtschaft genügen Grundkenntnisse.

ThemenbereichFragenPunktenötigTiefe
1 · Grundlagen der Immobilienwirtschaft584Grundkenntnisse
2 · Rechtliche Grundlagen254020vertieft
3 · Kaufmännische Grundlagen9147vertieft
4 · Technische Grundlagen11189vertieft
Summe508040
Wie die Gewichtung der Einzelthemen zustande kommt

Die Anlage 1 zählt die Themen nur auf, sie gewichtet sie nicht. Die Einordnung als Schwerpunkt, mittel oder Randthema auf dieser Seite folgt dem DIHK-Rahmenplan (Stand März 2022), der zu jedem Thema eine Stundenempfehlung und eine Prüfungstiefe angibt. Er ist eine Empfehlung an die Kammern, kein Gesetz – aber der beste verfügbare Anhaltspunkt dafür, worauf die Aufgaben zielen.

1 · Grundlagen der Immobilienwirtschaft

5 Fragen · 8 Punkte · mindestens 4 nötig. Es ist der kleinste Bereich – und der einzige, in dem laut § 1 ZertVerwV nur Grundkenntnisse verlangt werden. Die Fragen sind entsprechend einführend.

1.1Gebäudepläne, Bauzeichnungen und BaubeschreibungenRandthema
1.2Relevante Versicherungsarten im Immobilienbereichmittel
1.3Umwelt- und Energiethemen im ImmobilienbereichRandthema

Genau weil dieser Bereich so klein ist, ist er gefährlich: Von acht Punkten brauchst du vier. Schon zwei unglücklich beantwortete Fragen bringen die Hürde ins Wanken – während in Bereich 2 vier Fehlpunkte nicht weiter auffallen. Ein Nachmittag reicht hier meist völlig; ihn zu überspringen, ist trotzdem keine gute Idee.

Praktischer Schwerpunkt ist 1.2, die Versicherungen: Wohngebäudeversicherung, Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht und die Frage, welche Police welche Schäden deckt. § 19 Absatz 2 Nummer 3 WEG macht die angemessene Versicherung des gemeinschaftlichen Eigentums zum Neuwert ausdrücklich zur ordnungsmäßigen Verwaltung.

2 · Rechtliche Grundlagen

25 Fragen · 40 Punkte · mindestens 20 nötig. Das ist die Hälfte der Prüfung. Innerhalb dieses Bereichs liegt der Schwerpunkt eindeutig auf 2.1, dem Wohnungseigentumsgesetz. Es umfasst neun Unterthemen, die der DIHK-Rahmenplan alle in der höchsten Prüfungstiefe einordnet. Auch der mündliche Teil bezieht sich nach § 3 Absatz 3 ZertVerwV „zumindest“ auf 2.1.

2.1.1Begründung von Wohnungs- und TeileigentumSchwerpunkt
2.1.2Teilungserklärung, Aufteilungsplan und GemeinschaftsordnungSchwerpunkt
2.1.3Rechtsfähige Gemeinschaft der WohnungseigentümerSchwerpunkt
2.1.4Rechtsverhältnis der Eigentümer untereinander und zur GemeinschaftSchwerpunkt
2.1.5Rechte und Pflichten der WohnungseigentümerSchwerpunkt
2.1.6WohnungseigentümerversammlungSchwerpunkt
2.1.7Bestellung und Abberufung des Verwalters, VerwaltervertragSchwerpunkt
2.1.8Rechte und Pflichten des WEG-VerwaltersSchwerpunkt
2.1.9Rechte des VerwaltungsbeiratsSchwerpunkt
2.2.1Allgemeines Vertragsrecht (BGB)mittel
2.2.2MietrechtRandthema
2.2.3Werkvertragsrechtmittel
2.2.4Grundstücksrechtmittel
2.3Grundbuchrechtmittel
2.4Zivilprozess- und Zwangsvollstreckungsrechtmittel
2.5.1Gewerbeordnungmittel
2.5.2Makler- und Bauträgerverordnung (MaBV)mittel
2.5.3RechtsdienstleistungsgesetzRandthema
2.6.1Heizkostenverordnungmittel
2.6.2Trinkwasserverordnungmittel
2.6.3Energierechtmittel

Wer seine Lernzeit nach Ertrag verteilt, verbringt gut die Hälfte davon mit 2.1. Die Themen hängen zusammen und lassen sich gut in dieser Reihenfolge lernen: Wie entsteht Wohnungseigentum (2.1.1), was steht in der Teilungserklärung (2.1.2), wer ist die Gemeinschaft (2.1.3), wie stehen Eigentümer und Gemeinschaft zueinander (2.1.4/2.1.5), wie wird beschlossen (2.1.6), und wer ist der Verwalter mit welchen Rechten und Pflichten (2.1.7–2.1.9).

Das Mietrecht überrascht viele: Es steht im Katalog, wird aber nur in geringer Tiefe geprüft – der zertifizierte Verwalter ist ein WEG-Verwalter, kein Mietverwalter. Umgekehrt sind Heizkostenverordnung und Trinkwasserverordnung zwar formal „sonstige Rechtsgrundlagen“, im Alltag aber Dauerbrenner und entsprechend prüfungsrelevant.

3 · Kaufmännische Grundlagen

9 Fragen · 14 Punkte · mindestens 7 nötig. Der Bereich zerfällt sauber in zwei Hälften: allgemeines Rechnungswesen (3.1) als Randthema und das WEG-spezifische Geldwesen (3.2) als Schwerpunkt. Rechenaufgaben sind hier wahrscheinlicher als anderswo.

3.1.1Grundzüge ordnungsgemäßer BuchführungRandthema
3.1.2Externes und internes RechnungswesenRandthema
3.2.1Sonderumlagen und ErhaltungsrücklageSchwerpunkt
3.2.2Erstellung der Jahresabrechnung und des WirtschaftsplansSchwerpunkt
3.2.3Hausgeld und MahnwesenSchwerpunkt

Die drei Schwerpunktthemen sind genau die, an denen sich im Berufsalltag der Streit entzündet: Erhaltungsrücklage und Sonderumlage (wann welche, wer beschließt, wie wird sie ausgewiesen), Jahresabrechnung und Wirtschaftsplan nach § 28 WEG samt dem seit der Reform hinzugekommenen Vermögensbericht, und Hausgeld und Mahnwesen einschließlich der Frage, wer eigentlich klagt.

Wichtig für die Vorbereitung: Seit der WEG-Reform wird über Nachschüsse und die Anpassung der Vorschüsse beschlossen, nicht mehr über „die Jahresabrechnung“ als Ganzes. Aufgaben, die auf diese Unterscheidung zielen, sind beliebt.

4 · Technische Grundlagen

11 Fragen · 18 Punkte · mindestens 9 nötig. Es ist der zweitgrößte Bereich – und derjenige, der kaufmännisch oder juristisch geprägten Prüflingen am häufigsten zum Verhängnis wird. Mit 18 Punkten bringt er mehr als das Kaufmännische mit 14.

4.1Baustoffe und BaustofftechnologieRandthema
4.2HaustechnikRandthema
4.3Erkennen von Mängelnmittel
4.4VerkehrssicherungspflichtenSchwerpunkt
4.5ErhaltungsplanungSchwerpunkt
4.6Energetische Gebäudesanierung und ModernisierungSchwerpunkt
4.7Altersgerechte und barrierefreie UmbautenRandthema
4.8Fördermitteleinsatz und Beantragung von Fördermittelnmittel
4.9DokumentationRandthema

Erwartet wird kein Bauingenieurwissen. Die Schwerpunkte liegen dort, wo der Verwalter haftet oder beschließen lassen muss: Verkehrssicherungspflichten (4.4) – Streu- und Räumpflicht, Beleuchtung, Spielplatz, Baumkontrolle, Delegation und ihre Grenzen; Erhaltungsplanung (4.5) – wann eine Maßnahme Erhaltung und wann bauliche Veränderung ist; und energetische Sanierung (4.6) mit den Beschlussmehrheiten aus §§ 20, 21 WEG.

Baustoffe, Haustechnik, barrierefreier Umbau und Dokumentation sind dagegen Randthemen im Sinne der Prüfungstiefe. Ganz weglassen darf man sie wegen der 50-Prozent-Hürde in diesem Bereich trotzdem nicht.

Der häufigste Fehler in der Vorbereitung

Bereich 4 wird zuletzt gelernt und deshalb oft gar nicht. Weil hier aber 18 Punkte liegen und mindestens 9 erreicht werden müssen, kippt die ganze Prüfung an dieser Stelle – auch bei einem makellosen Ergebnis im Recht. Auf der Seite Wie schwer ist die Prüfung wirklich? ist dieser Fall durchgerechnet.

Zum Ausprobieren

Zwei Lernelemente passen zu den Themenbereichen auf dieser Seite: der Abstimmungs-Simulator zu den rechtlichen Grundlagen und „Gefahren finden“ zu den technischen Grundlagen. Beide sind kostenlos und ohne Anmeldung.

Zu den interaktiven Lernelementen

Alle vier Bereiche, 25 Fragen, kostenlos

Die Übungsfragen sind nach denselben vier Bereichen sortiert wie die Prüfung. So siehst du nach einer Viertelstunde, welcher dein schwächster ist – und der entscheidet.

Die Vollversion enthält über 1.000 Fragen, verteilt nach der Gewichtung der Prüfung – für einmalig 39 €, ohne Abo. Dazu kommen die 21 Lernmodule mit Lektionen und interaktiven Elementen, aus denen du gezielt die Themen wählst, die dir noch fehlen.
Die Prüfung im ÜberblickAblauf, Befreiungen, Kosten und Anmeldung bei der IHK. Wie schwer ist die Prüfung wirklich?Punkteverteilung, Mehrfachwahl-Falle und Zeitbudget. So bereitet man sich vorEin Lernplan, der der Punkteverteilung folgt statt dem Bauchgefühl. 25 ÜbungsfragenNach denselben vier Bereichen sortiert wie die Prüfung. Die Weiterbildungspflicht danach20 Stunden in drei Jahren – was nach der Prüfung weiter gilt.